VOK nutzt Angebote zum Punktgewinn aus

09.11.2021

Am vergangenen 8. Spieltag ging es für den VOK im Spiel gegen die KSG Kassel erneut auf eine unbekannte Anlage. Die bislang gespielten Zahlen deuteten auf schwierige Bahnen hin und so war die Hoffnung für den VOK ein möglichst enges Spiel zu gestalten. Dass dieser Plan voll aufging und man mit 71 Holz insgesamt sogar um den Gesamtsieg mitspielte, lag aber auch vor allem daran, dass die Kasseler selbst keinen guten Tag erwischten und eine Vielzahl von Angeboten präsentierten. Aber nun von vorn.

Für den VOK sollten wie schon im bislang einzigen Auswärtsspiel mit Punktgewinn Niko und Chris die Grundlage für ein erfolgreiches Spiel legen. Auf der anderen Seite begannen Gunther Pick und Sebastian Klöpfel.

Von vorne weg bildete sich ein enger Schlagabtausch auf den Bahnen des Hessischen Hofs. Nach der ersten Bahn trennten den ersten, Sebastian (209), nur fünf Holz vom letzten, Chris (204). Dieser wiederum führte nach der zweiten Bahn mit erneuten 204 das Ganze geschehen an. Dicht gefolgt von Sebastian (404) und Niko (399). Gunther verkorkst die Spielbahn 3 und liegt etwas weiter hinten (380). Da auch die 3. Bahn keine Vorentscheidung in diesem Block bringen konnte gingen, alle eng beisammen auf die letzten beiden Gassen. Doch auf einmal der Schock bei Sebastian. Kurz vor Ende der Vollen verliert er im Anlauf die Kugel und trifft sich selbst in der Kniekehle des Standbeins. Bemüht die Kugel abzufangen, muss er mit sichtlichen Schmerzen der Kugel hinterherschauen, wie diese neben der Bahn in Richtung der Kegel rollt. Bedingt durch den Nullwurf liegt er nun vorm Beginn der Räumgasse auf dem letzten Platz. Trotz gutem Start in diese letzte Gasse kann er den Platz nicht mehr abgeben und muss sich mit 780 Holz/4 Punkten zufriedengeben. An dieser Stelle gute Besserung und dass es keine langwierige Verletzung wird. Völlig unbeeindruckt klingelt es auf den anderen Bahnen nun in Dauerschleife. Niko schafft es mit starken 221 die Blockführung zu bewahren und kommt auf 818/11. Chris und Gunther lieferten sich ein packendes Duell was erst im 119 Wurf entschieden wurde. Während Gunther die Profineun spielte und 810/9 auf das Parkett legte, ärgerte Chris sich über den Bilderbuchtotschläger und blieb mit 808/8 nur zwei Holz dahinter.

Trotzdem war es der Auftakt nach Maß. Nicht nur bereits drei Überspielungen, sondern auch mit 36 Holz Vorsprung ging der zweite Block des VOK in Person von Peter und Marcel mit Rückenwind auf die Bahn. Ihre Blockgegner sind Uwe Schlitzberger und Stefan Knierim.

Wieder geht es zum Start in diesem Block knapp zu. Marcel führt nach einer Bahn mit 207 das Geschehen an. Dahinter Uwe und Stefan mit jeweils 198 und Peter mit 195. Die Führung auf 42 Holz ausgebaut, konnte keiner ahnen, dass sich das Blatt auf einen Schlag dreht. Peter kam mit der stark hängenden Bahn 4 gar nicht zurecht und musste nach 152 deutlich abreißen lassen. Auch Marcel musste sich von Uwe (204) und Stefan (203) nach 188 auf Bahn 2 überspielen lassen, blieb aber dran. Peter musste nach einer vernünftigen Bahn auf der letzten Bahn leider weitere Hölzer einbüßen und kam letztendlich mit 714/1 von der Bahn. Bei den anderen dreien war alles drin. Stefan führte den Block an und ließ sich diese Führung auch nicht mehr nehmen durch einen starken Schlussspurt (217) schaffte er es sogar die Zahl von Niko aus dem ersten Block zu toppen und setzte mit 824/12 die Tagesbestzahl auf die Bretter. Marcel und Uwe lieferten sich einen Zweikampf auf der letzten Bahn der sich der VOKler knapp für sich entscheiden sollte. Am Ende trennte beide nur ein Holz bei 796/6 zu 795/5.

Damit fehlten dem VOK zu diesem Zeitpunkt nur noch drei Überspielungen, um den angepeilten Zusatzpunkt mit auf die Heimreise zu nehmen. Aber auch holzmäßig war bei einem Rückstand von 74 Holz noch nicht alles entschieden. Zum Abschluss schickte der VOK Tobi und Arne auf die Bahn. Für Kassel sollten Andre Macorlig und Dirk Westmeier die Punkte zu Hause behalten.

Sowohl Arne (187) als auch Tobi (186) taten sich zu Beginn schwer auf den Bahnen. So reichten Dirk zum Start 203, um sich an der Spitze einen kleinen Vorsprung zu erspielen. Aber auch Andre kam mit 181 zunächst nicht so richtig in Tritt. Auf der Zweiten Bahn dann nochmal ein Highlight, Arne schafft mit starken 224 sich die Blockführung zu schnappen und auch Andre zeigt sich verbessert und folgt knapp hinter Dirk (396) mit 393. Da Tobi leider nicht mithalten konnte und nur bei 364 lag, ging es nun nur noch darum den Punkt zu sichern. Das gelang mit Erfolg. Tobi konnte eine deutlich verbesserte zweite Halbzeit mit 409 spielen und erreichte 773/3. Da Andre wiederum auf der zweiten Halbzeit Probleme hatte war der Punkt nach 757/2 sicher. Arne blieb trotz Zwischenspurt knapp unter der 800er Marke bei 799/7 und holte auch noch weitere Wertungen. Dirk griff dank zweier guter letzter Bahnen zwar noch Nikos Zahl aus dem ersten Block an musste sich dem aber knapp geschlagen geben. Gute 813/10 blieben für ihn auf der Anzeigetafel stehen.

Am Ende siegt die KSG Kassel mit 2:1 bei 4779 zu 4708. In der Zweitwertung (42:36) schafft der VOK deutlich den angestrebten Zusatzpunkt zu sichern und steht somit nun wieder bei +3 in der Tabelle dar. Das auch ein Sieg im Rahmen der Möglichkeit gewesen wäre, verdankt der VOK aber auch vor allem der KSG, die ihre bislang schwächstes Heimspiel in dieser Saison zeigten. Deswegen kann der VOK mit dem Punktgewinn vollkommen zufrieden sein.

Da nun der spielfreie Spieltag für den VOK ansteht, dauert es bis zum 20.11.21 bis die Erste wieder im Einsatz ist. Dann allerdings gleich im Doppelpack. Samstags geht es gegen die Reserve der Bundesligamannschaft der Heljens Red Lions aus Heiligenhaus und am Sonntag kommt es im Niedersachsenduell gegen den TSV aus Salzgitter. Beide Spiele finden im heimischen Otto Kelch Kegelsportcenter statt.

Doppelspieltag ist ein gutes Stichwort. Der Rückrundenauftakt gegen Solingen wurde um ein Wochenende nach vorne verlegt, auf Sonntag, den 05.12.21 11:30, sodass der VOK nun zwei Tage in Folge auf den Langenfelder Kegelbahnen zu Gast ist.