Saisonstart nach Maß - Überraschender Auswärtssieg bei den Kegelfreunden aus Nordhorn

13.09.2021

Der 2. Spieltag sollte uns bei unserem ersten Auswärtsspiel auf die "neue Anlage" nach Nordhorn bringen. Bekannter Weise wurden die alten Holzbahnen 5 - 8 gegen Kunststoffbahnen ausgetauscht und es war, auf Grund der Ergebnisse des ISV an selber Stelle, zu erwarten, dass die Bahnen deutlich fallfreudiger sein sollten. Personell mussten wir nur auf Marcel arbeitsbedingt verzichten. Nach kurzer gemeinschaftlicher Besprechung vor Ort rotierte Uwe auf die Stelle des Ersatzspielers und Christoph und Alexander in die Starting Six. Unser Ziel vor dem Spiel war klar, ein Punkt sollte es sein. Sicher liebäugelt man in einem Derby immer auf den Auswärtssieg, aber wie dieser am Ende zu Stande kam, hatten wir so nicht erwartet. Nun aber zum Spiel.

Nordhorn schickte, für uns etwas überraschend, Julian und Gregor Geerdes in den ersten Block. Dagegen sollten Niko und Chris versuchen den Rückstand in Grenzen zu halten und eventuell schon die ersten Wertungen einzufahren. Nach der Hälfte des Durchgangs lagen alle vier Spieler eng zusammen bei ca. 440 Holz +- . Ab der dritten Spielbahn (Bahn 5) musste Niko leider etwas abreisen lassen, kam am Ende aber noch auf versöhnliche 829 Holz/6P. Chris, Julian und Gregor lagen nach ¾ nur 3 Holz auseinander. Nach sehr starker Volle von 129 Holz (Bahn7) lag Julian vorne gefolgt von Chris und Gregor. Julian und Gregor fingen direkt an zu Blanken und erhöhten den Druck auf Chris. Dieser hatte auf "seiner Bahn 8" zu Beginn nicht den richtigen Weg gefunden. Dann drückte er aber noch einmal auf Gaspedal. Julian zog gnadenlos durch und kam durch seine 245 Holz Schlussbahn auf starke 896 Holz/11 P - Bahnrekord zu diesem Zeitpunkt. Chris zeigte in den letzten Würfen seine Erfahrung, setze den Joker im 119. Wurf und kam am Ende mit 876 Holz/10 P knapp vor Gregor 873/9 P ins Ziel. Somit hatten wir schon die erste Wertung und mit knapp 60 Holz Rückstand konnten wir zu diesem Zeitpunkt auch leben.

Im Mittelblock sollten nun für und Peter und Alex die nächsten Wertungen einfahren und den Rückstand eventuell verringern. Dieses wollten Markus und Finn auf Nordhorner Seite verhindern. Über diesen Block könnte man ganze Seiten schreiben, aber ich versuche mich kurz zufassen. Peter übernahm direkt die Blockfühung 230 Holz bzw. 447 Holz zur Halbzeit. Finn fing mit 211 Holz noch verheißungsvoll an, um danach nicht mehr so recht in den Tritt zu kommen. Markus spielte eine erste schlechte Abräumgasse (71 Holz auf Bahn 6) und lief direkt deutlich hinter Peter her. Alex spielte eine akzeptable Volle auf Bahn 5, um dann durch einen zentralen Einschlag auf der folgenden Abräumgasse etwas verunsichert zu werden (173 Holz). Bei den doch zahlreich mitgereisten Fans der Osnabrücker kam die erste Unruhe auf. Sollte man nicht besser wechseln? Nach kurzer Besprechung von Chris mit Alex und Uwe wurde entschieden: Alex spielt weiter! Diese Entscheidung war vielleicht am Ende wegweisend für den Ausgang des Spiels. Denn jener Alex zeigte ab seiner zweiten Bahn eine starke, vor allem mental starke, Leistung und gewann am Ende den Block sogar noch mit 809 Holz/5 P. Peter war ab seiner dritten Bahn leider gehandicapt durch muskuläre Probleme, kegelte aber trotzdem durch. Am Ende kam er mit 799 Holz/3 P knapp hinter einem, nach überstandener Knieoperation, noch nicht wieder rundlaufenden Markus mit 801 Holz/4 P ins Ziel. Finn fand auf seiner zweiten und dritten Spielbahn, aus unserer Sicht, so gar keinen Bezug auf die Nordhorner Bahnen. Nach akzeptabler Schlußbahn standen 768 Holz/1 P auf dem Spielbericht. Nach dem zweiten Block hatten wir nun schon acht Wertungen und lagen nur 25 Holz zurück. Sprich der geplante Punkt war quasi schon safe durch die gute Zahl von Chris bzw. dem einen schwachen Heimergebnis. Aber, angespornt durch die gute Stimmung innerhalb der Mannschaft wollten wir nun alle drei Punkte mitnehmen.

Dieses wollten im letzten Block Tobi und Arne für uns eintüten. Auf Nordhorner Seite wollten Hendrik und Johannes dieses verhindern. Von der ersten Kugel an Klingelte es fast in jedem Wurf auf einer der Bahnen. Tobi übernahm direkt mit 224 Holz (Bahn 5) die Blockführung uns gab diese auch bis zum Ende nicht mehr ab. Auch das Tagesbestergebnis in die Vollen von Johannes mit 504 Holz änderte da nichts dran. Arne zeigte von der ersten Kugel an einen sehr konzentrierten und fokussierten Durchgang und er startete mit 209 Holz (Bahn 7). Zu diesem Zeitpunkt lagen wir nur noch knapp hinten. Zur Halbzeit folgendes Bild: Vorne Tobi mit 448 Holz, dann Arne mit 410 Holz genauso wie Johannes 410 Holz und Hendrik 400 Holz. Zu diesem Zeitpunkt führten wir. Weder Arne noch Tobi zeigten das sie gewillt waren die Führung wieder aus der Hand zu geben. Tobi spielte überragend weiter und erzielte einen neuen Bahnrekord von 898 Holz/12 P! Arne steigerte seine zweite Halbzeit und brachte 839 Holz/9 P auf den Spielbericht. Weder Johannes noch Hendrik ließen sich hängen, allerdings reichten ihre Leistungen nicht aus um unseren Auswärtssieg zu verhindern. Johannes endete bei 834 Holz/7 P und Hendrik bei 790 Holz/2 P.

Somit war der Auswärtsdreier mit 5050:4962 Holz und 44:34 in der Zweitwertung perfekt. Am Ende fiel der Sieg aber wohl etwas zu deutlich aus, aber darüber wollen wir uns nicht beschweren. Wer weiß schon, wofür die Zweitwertung noch gut sein kann. Wir zeigten auf für uns neuen und wahrscheinlich nicht unbedingt von allen Spielern geliebten Kunststoffbahnen untern Strich eine sehr gute Leistung und halten aktuell den Einzel- und Mannschaftsbahnrekord in Nordhorn.

Nach dem Spiel wurde noch bei dem einem oder anderen Kaltgetränk gefachsimpelt. Die einheitliche Meinung dabei war, dass beide Bahnrekorde wohl nicht allzu lange Bestand haben werden, wenn es der Nordhorner Bahnwart schafft die Bahnen auf diesem sehr guten Niveau zu halten. Und die Nordhorner Spieler wissen nun, wo Ihre Leistungen hingehen sollten, damit sie alle Punkte in Zukunft in Nordhorn behalten können.

Nächste Woche haben wir spielfrei, da das Heimspiel gegen Salzgitter auf deren Wunsch hin in den November verlegt wurde.